Bereiten Sie Ihre Mitarbeiter mit diesen Cybersecurity-Tipps auf Cyberkriminalität vor!
Fünf Tipps, um Mitarbeiter, oft das schwächste Glied, widerstandsfähiger gegen Phishing und Datenpannen zu machen.

Täglich werden Unmengen an Informationen in die weite Welt hinausgeschickt. Privat wie beruflich liken, teilen und taggen wir, was das Zeug hält. Das ist natürlich extrem praktisch und geht rasend schnell, doch die meisten von uns bewegen sich dabei regelmäßig auf dünnem Eis. Wir sind nicht nur hin und wieder etwas nachlässig, auch Cyberkriminelle werden immer raffinierter bei Phishing-Attacken und dem Verstecken von Malware.
Was ist Cybersecurity?
Cybersecurity (Informationssicherheit) umfasst alle Maßnahmen zum Schutz der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von Daten. Auf diese Weise können Sie eine Datenpanne verhindern, damit vertrauliche Informationen nicht in die falschen Hände geraten. Zum Beispiel in die von Cyberkriminellen.
Ist Ihr Unternehmen bereits ausreichend darauf vorbereitet? Enthält der Vertrag mit Ihrem IT-Dienstleister keine versteckten Klauseln zur Haftung, falls doch einmal etwas schiefgeht? Haben Sie nicht nur einen Spamfilter und Antispyware gekauft, sondern auch einen Filter für Datenpannen, der E-Mails mit sensiblen Informationen wie Bankverbindungen oder Sozialversicherungsnummern erkennt? Dann sind Sie schon auf einem guten Weg. Aber Sie sind noch nicht am Ziel. Vergessen Sie nicht das schwächste Glied in der Kette der Cybersecurity: den Mitarbeiter selbst.
Selbst Menschen, die privat als echte Security-Nerds gelten, lehnen sich bei der Arbeit entspannt zurück, nach dem Motto: „Die IT wird das schon alles geregelt haben“.
Doch wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Vielleicht kennen Sie das selbst: Man ist kurz abgelenkt und klickt einfach auf diesen einen falschen Link. Man teilt eine urheberrechtlich geschützte Datei mit einem Bekannten, weil man dachte, es könne nicht schaden. Oder man bestätigt versehentlich die automatische Vervollständigung in der Adresszeile, während man eine E-Mail mit sensiblen Daten versendet.
5 Tipps zur Vermeidung einer Datenpanne
Natürlich haben wir nicht die Illusion, dass jedes Unternehmen zu 100 % vor Datenpannen geschützt werden kann. Aber wir haben ein paar gute Tipps für Sie, mit denen Sie die digitale Sicherheit Ihres Unternehmens erheblich steigern können.
Tipp 1 – Steigern Sie das Sicherheitsbewusstsein Ihrer Mitarbeiter
Was ist Security Awareness? Security Awareness, oder Sicherheitsbewusstsein, bezieht sich auf das Wissen und die Einstellung Ihrer Mitarbeiter im sicheren Umgang mit Daten innerhalb Ihres Unternehmens.
Für manche Menschen scheint Cybersecurity ein Thema zu sein, das sie nicht betrifft. Oft sind sie sich der sensiblen Aspekte, mit denen sie täglich bei ihrer Arbeit zu tun haben, gar nicht bewusst. Deshalb geben wir Ihnen gerne einige Beispiele für Security Awareness an die Hand, die Sie selbst in Ihrem Unternehmen umsetzen können.
Erstens lohnt es sich, im Rahmen von Teambesprechungen regelmäßig bewusst auf Datensicherheit einzugehen und gemeinsam konkrete Praxisbeispiele zu analysieren, bei denen die digitale Sicherheit auf dem Spiel stand. Wichtig ist dabei, dass es nicht um die Schuldfrage geht. Interessanter ist es, gemeinsam zu erörtern, wie bestimmte Fehler hätten vermieden werden können.
Zweitens ist es sinnvoll, das Thema Cybersecurity regelmäßig auf die Agenda zu setzen, indem alle Kollegen alle vier Wochen neue (starke!) Passwörter festlegen müssen. Bitten Sie Ihren IT-Experten, gelegentlich gefälschte Phishing-Mails zu versenden, um zu sehen, wie darauf reagiert wird und wer bei der Entwicklung des Sicherheitsbewusstseins noch Unterstützung benötigt. Ein solcher Testballon ist nicht nur ein gutes Messinstrument, sondern auch ein Weckruf für alle Kollegen – egal, ob sie darauf hereingefallen sind oder nicht.
Tipp 2 – Seien Sie klar darin, was geteilt werden darf und was nicht
Was für Sie völlig selbstverständlich ist, kann für jemand anderen ein großes Fragezeichen sein. Verlassen Sie sich daher nicht zu sehr auf den gesunden Menschenverstand und die Intuition anderer. Es ist kein Luxus, klar festzulegen, welche Daten problemlos intern und extern geteilt werden dürfen und mit wem. Legen Sie auf Funktionsebene fest, welche Berechtigungen eine Person hat und welche Entscheidungsbefugnisse ihr zugewiesen werden.
Überschreitet jemand ohne Erlaubnis eine Grenze? Dann machen Sie im Vorfeld deutlich, welche Konsequenzen dies hat, und handeln Sie entsprechend.
Tipp 3 – Stress ist eine der größten Cyberbedrohungen
Untersuchungen zeigen, dass viele Fehler in der täglichen Hektik passieren. Ein Klick auf einen Link oder das Versenden einer E-Mail, wenn es zu schnell gehen muss, kann große Folgen haben. Ehe man sich versieht, landen Produktionsdaten oder Preislisten bei einem Konkurrenten, oder eine vertrauliche Personalakte landet beim falschen Mitarbeiter.
Passieren solche Vorfälle in Ihrem Unternehmen regelmäßig? Dann ist es ratsam, gezielt die Arbeitsbelastung in den Abteilungen zu prüfen, in denen diese Fehler auftreten. Möglicherweise sind eine oder mehrere Personen überlastet. Vielleicht lässt sich die Aufgabenverteilung anpassen oder ein etwas größeres Personalbudget einplanen.
Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie Stress am Arbeitsplatz bewältigen.
Tipp 4 – Beziehen Sie Cybersecurity in den Offboarding-Prozess ein
Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen? Dann sorgen Sie dafür, dass nicht nur physisch die Tür hinter ihm geschlossen wird. Riegeln Sie auch online alles gut ab. Beschränken Sie sich also nicht auf die Rückgabe von Schlüsseln und Telefon, sondern beziehen Sie Cybersecurity in den Offboarding-Prozess ein.
Wenn Sie unseren zweiten Cybersecurity-Tipp befolgt haben, haben Sie einen klaren Überblick über die internen und externen Systeme, für die der Kollege autorisiert war. Entfernen Sie ihn oder sie aus diesen Systemen und aus der Cloud. Natürlich schließen Sie auch die E-Mail-Adresse, nachdem Sie einen Abwesenheitsassistenten eingerichtet haben, der klar mitteilt, wohin man sich künftig für Informationen und Fragen wenden kann. Selbstverständlich tun Sie das alles mit Wissen des ausscheidenden Mitarbeiters und bitten zunächst um eine gründliche Übergabe wichtiger Dokumente und Kontaktdaten. Denn so haben Sie es in Ihrem Offboarding-Prozess festgelegt!
Auf der Suche nach weiteren Offboarding-Tipps? Lesen Sie hier weiter.
Tipp 5 – Erstellen Sie ein Security-Awareness-Training für alle Kollegen
Eines ist klar: Cybersecurity ist in nahezu jedem Unternehmen auf nahezu jeder Ebene ein Thema. Deshalb ist es eine gute Idee, einen niedrigschwelligen Kurs zur Informationssicherheit zu diesem Thema zusammenzustellen.
Hier einfach ein paar Beispiele für Fragen, die Sie in einen solchen Kurs einbauen könnten:
- Woran erkennen Sie eine Phishing-Mail?
- Was müssen Sie tun, wenn Sie versehentlich falsche Empfänger zu einer E-Mail hinzugefügt haben?
- Wo melden Sie, dass Ihnen im digitalen Bereich ein Fehler unterlaufen ist, und was passiert dann mit Ihrer Meldung?
Es kann interessant sein, Ihren Datenschutzbeauftragten zu bitten, einen kurzen Artikel zu schreiben oder, noch niedrigschwelliger, ein Video als Lernmodul aufzunehmen. Lassen Sie ihn oder sie einige Highlights aus der zweifellos bunten Sammlung von Datenpannen und Beinahe-Datenpannen erzählen. Auch hier gilt: Es soll nicht mit dem Finger gezeigt werden. Bleiben Sie sachlich und locker. Laden Sie Kollegen außerdem ein, ihre eigenen Erfahrungen miteinander zu teilen. Wo sind sie auf Probleme gestoßen, und wie haben sie diese gelöst?
So geben Sie allen die Chance, aus den Fehlern der anderen und aus Best Practices zu lernen.
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Benötigen Sie weitere Cybersecurity-Tipps?
Wir können Sie dabei unterstützen, zugängliche und zugleich unterhaltsame IT-Security-Schulungen zusammenzustellen. Außerdem sind auch wir nur Menschen, deshalb haben wir ebenfalls einige saftige Beispiele aus unserer eigenen Praxis, bei denen es schon einmal (fast) schiefgegangen ist. Und wir scheuen uns nicht, dieses Wissen und diese Fehler mit Ihnen zu teilen!
Oder vielleicht interessieren Sie sich ja für die Kosten einer Security-Awareness-Schulung - auch dazu können wir Ihnen mehr sagen. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!
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