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November 29, 2024

Hybrides Arbeiten bietet auch in der Produktionsbranche Vorteile

Auch in der Produktion kann hybrides Arbeiten durch Umdenken zu mehr Flexibilität und Effizienz führen.

Beim Begriff „hybrides Arbeiten“ denken wir fast automatisch an die Coronazeit, in der fast alle Arbeitnehmer dazu verpflichtet waren, von zu Hause aus zu arbeiten und massenhaft über Teams, Zoom und ähnliche Plattformen tätig zu sein. Heute, ein paar Jahre später, wundert sich niemand mehr über einen Homeoffice-Tag oder einen Online-Kurs. Im Gegenteil: Wenn ein Arbeitgeber keinerlei Möglichkeiten für flexibles Arbeiten anbietet, hat das Employer Branding sofort das Nachsehen.

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Flexibles Arbeiten: Das neue Normal‍

Die Entwicklung verlief rasant. Die meisten Mitarbeiter in der Verwaltung oder im Support arbeiten inzwischen an einem oder mehreren Tagen von zu Hause aus. Es gibt sogar zahlreiche digitale Nomaden, die das ganze Jahr über komplett remote aus dem Ausland arbeiten. Wir sind jedoch der Meinung, dass hybrides Arbeiten nicht nur Vorteile für klassische Büroberufe bietet. Mit einem Umdenken kann es auch in der Produktions- und Transportbranche die dringend benötigte Flexibilität und Effizienz bringen.

Was verstehen wir eigentlich unter hybrider Arbeit?‍

Hybrides Arbeiten steht für zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten. Die Arbeit am gewohnten Arbeitsplatz wird mit der Arbeit von zu Hause und/oder von einem oder mehreren anderen Standorten aus kombiniert. Flexibles Arbeiten hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen.

Seit der Coronakrise ist hybrides Arbeiten immer beliebter geworden, wie auch eine Studie von TNO aus dem Jahr 2023 zeigt.

Der Großteil der niederländischen Arbeitnehmer, etwa 65 %, arbeitet inzwischen wieder vollständig vor Ort, aber die Anzahl der Homeoffice-Stunden ist von durchschnittlich 2,6 Stunden pro Woche im Jahr 2019 auf etwa 7 Stunden pro Woche im Jahr 2023 gestiegen. Das ist nicht verwunderlich: Es bietet sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern Vorteile.

Warum ist hybrides Arbeiten so eine gute Idee? ‍

Obwohl der Wunsch nach flexiblem Arbeiten oft zuerst von den Mitarbeitern geäußert wird, sind auch immer mehr Arbeitgeber vom Mehrwert des hybriden Arbeitens überzeugt. Hier sind die wichtigsten Pluspunkte im Überblick:

  • Höhere Produktivität
    Keine Kollegen, die ständig am Schreibtisch vorbeikommen, keine störenden Telefonate im Großraumbüro und die Temperatur am Arbeitsplatz lässt sich selbst regeln. Kein Wunder, dass die meisten Mitarbeiter angeben, dass sie sich zu Hause besser auf ihre Arbeit konzentrieren können und dadurch produktiver sind.
  • Bessere Work-Life-Balance
    Pflege von Angehörigen, Kinder zur Schule bringen, zwischendurch eine Waschmaschine anstellen oder kurz zum Zahnarzt: All das lässt sich viel einfacher organisieren, wenn man von zu Hause aus arbeitet. Durch diese bessere Balance steigt die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter und der Krankenstand sinkt.
  • Positives Employer Branding
    Die Möglichkeit, flexibel zu arbeiten, ist nicht nur für die bestehende Belegschaft attraktiv. Sie punktet auch bei potenziellen Bewerbern. Gerade in Zeiten eines angespannten Arbeitsmarktes ist das ein großer Vorteil!
  • Geld sparen
    Wenn Mitarbeiter von zu Hause oder einem anderen strategischen Standort aus arbeiten können, kann dies unter dem Strich zu erheblichen Einsparungen bei den Personalkosten führen, wie eine weitere Studie belegt. Man spart nicht nur Reisekosten, sondern auch unproduktive Reisezeit. Zudem kommt man möglicherweise mit weniger physischen Arbeitsplätzen aus, da weniger Mitarbeiter gleichzeitig vor Ort sind.
Kurz gesagt: Es lohnt sich, in hybride Möglichkeiten zu investieren. Dabei ist es wichtig, klare Absprachen zu treffen, da es natürlich einige Punkte zu beachten gibt. Lesen Sie dazu beispielsweise unseren Blog mit Tipps zum Thema Remote Work.

Auch Produktionsjobs können hybrider werden ‍

Die oben genannten Vorteile des hybriden Arbeitens gelten nicht nur für typische Büroberufe. Natürlich gibt es Aufgaben, die man nur am gewohnten Arbeitsort erledigen kann. Ein Auto reparieren, einen Hund ausführen, ein Leck beheben oder einen Patienten spritzen sind (noch) Dinge, für die man physisch am Arbeitsplatz anwesend sein muss.

Aber in fast jedem Job, auch in der Produktion, gibt es Aufgaben, die man zu einem anderen Zeitpunkt oder von einem anderen Ort aus erledigen könnte. Gerade in einem Fabrik- oder Logistikbetrieb trifft man durch Schichtdienste seltener auf Kollegen, wodurch der gegenseitige Austausch fehlt und Informationen weniger schnell weitergegeben werden.

Deshalb sind wir davon überzeugt, dass auch in der Produktions- und Transportbranche viel mehr Chancen genutzt werden können, wenn es um hybrides Arbeiten geht.

Denken Sie aufgabenorientiert‍

Jede Funktion, auch in einer Fabrik oder im Transportwesen, umfasst verschiedene Aufgaben. Betrachten Sie diese einmal mit frischem Blick und trauen Sie sich, Aufgabenpakete aufzuteilen. Welche Teile müssen wirklich immer vor Ort erledigt werden und welche könnten vielleicht auch von zu Hause oder einem anderen Standort aus durchgeführt werden?

Hier sind einige Ideen für Aufgaben, die sich häufig hybrid erledigen lassen:

  • Aktualisierung der Zeiterfassung oder Auftragsverwaltung;
  • Absolvieren einer Fortbildung per E-Learning;
  • gemeinsame Arbeit an einem Endprodukt von verschiedenen Standorten aus;
  • Kommunikation von unterwegs, zum Beispiel mit der Planung oder Kunden;
  • Aktualisierung von Bedienungsanleitungen für Maschinen oder Geräte;
  • Arbeitsbesprechungen und Kommunikation mit anderen Mitarbeitern in einer anderen Schicht oder an einem anderen Standort;
  • Mitarbeitergespräch mit der Führungskraft an einem anderen Standort;
  • Lesen eines Online-Newsletters, Memos oder anderer Unternehmensinformationen.
Dabei sind noch gar nicht die persönlichen Gründe für flexibles Arbeiten berücksichtigt, wie etwa Wiedereingliederungsmöglichkeiten bei eingeschränkter Mobilität oder Konzentrationsfähigkeit, die teilweise Fortführung der Arbeit trotz Pflegeverpflichtungen oder die Unmöglichkeit, den Arbeitsort aufgrund von Streiks im öffentlichen Nahverkehr zu erreichen.

Wichtige Punkte bei hybrider Arbeit in Produktion oder Logistik‍

Hybrides Arbeiten lässt sich nicht einfach per Knopfdruck einführen. Ihr Unternehmen muss prozessual darauf ausgerichtet sein, und die Mitarbeiter müssen gut über die Möglichkeiten und die Spielregeln informiert werden. Wenn Sie also erwägen, die Arbeit in Ihrem Unternehmen flexibler zu gestalten, sollten Sie unbedingt die folgenden Punkte berücksichtigen:

1. Bedarfsanalyse

Bevor Sie alle Arbeitsprozesse grundlegend umstellen, ist es wichtig, sich mit den Mitarbeitern selbst abzustimmen. Was benötigen sie? Welche Aufgaben würden sie gerne von zu Hause oder unterwegs erledigen und was brauchen sie dafür? Führen Sie dazu Gespräche oder starten Sie eine Online-Umfrage. Vergessen Sie nicht – sobald Sie den Schritt zum hybriden Arbeiten vollzogen haben –, regelmäßig zu evaluieren.

Hat das hybride Arbeiten das gebracht, was Sie sich vorgestellt haben, oder muss noch etwas angepasst werden?

2. Ausstattung

Auch wenn der Mitarbeiter aus der Ferne arbeitet, bleiben Sie als Arbeitgeber für einen guten Arbeitsplatz verantwortlich. Ein gut vorbereitetes und benutzerfreundliches Telefon oder Laptop sowie ein ergonomischer Bürostuhl sind beispielsweise gute Grundvoraussetzungen.

Wenn Sie neue Geräte anschaffen, denken Sie auch an einen guten Helpdesk, der Ihren Mitarbeitern bei Störungen oder Fragen weiterhelfen kann.

3. Wissen

Bedenken Sie auch, dass nicht jeder Mitarbeiter am Arbeitsplatz gleichermaßen digital versiert ist. Sorgen Sie daher für passende Computerkurse auf verschiedenen Niveaus und (falls für Ihr Unternehmen zutreffend) in verschiedenen Sprachen. Diese Schulungen können Sie natürlich auf einer Online-Wissensplattform anbieten, aber angesichts des Themas ist es besser, dies nicht ausschließlich digital zu gestalten.

Das sogenannte Blended Learning, bei dem Präsenzunterricht mit Online-Bildung kombiniert wird, kann daher eine gute Idee sein.

4. Vereinbarungen

Treffen Sie klare Vereinbarungen über flexibles Arbeiten – sowohl zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern als auch innerhalb der Teams. Für alle muss transparent sein, welche Aufgaben aus der Ferne erledigt werden können, welche Arbeitszeiten gelten und wann eine Anwesenheit vor Ort erforderlich ist. Das ist nicht nur wichtig, um Missverständnisse und Frust zu vermeiden. Im Homeoffice neigen Menschen oft dazu, länger zu arbeiten oder ständig erreichbar zu sein, was die Work-Life-Balance gefährden kann.

Es ist daher sinnvoll, auch die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben festzulegen.

Kommunizieren Sie die getroffenen Vereinbarungen zentral online, damit sie jederzeit leicht nachgelesen (und bei Bedarf aktualisiert) werden können.

Benötigen Sie weitere Ideen zum Thema hybrides Arbeiten?

Das Konzept des hybriden Arbeitens und Lernens ist relativ neu und entwickelt sich daher stetig weiter. Die gute Nachricht ist: Wir sind ganz vorne mit dabei! Wenn Sie also auf der Suche nach den neuesten Erkenntnissen oder Fakten sind, sind Sie bei uns genau richtig. Kontaktieren Sie uns gerne, wir unterstützen Sie gerne mit unseren Ideen!

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