Ein echtes Kompliment: kleiner Aufwand, große Wirkung
Die biologische Wirkung eines Kompliments und Tipps zum richtigen Zeitpunkt.

Ein herzliches, aufrichtiges Kompliment kann den Tag eines Menschen deutlich aufhellen und das Selbstvertrauen spürbar stärken.
Wie funktioniert diese positive Kraft der Wertschätzung eigentlich? Ohne zu klinisch zu klingen: Die Wirkung eines Kompliments beruht auf einem chemischen, biologischen Prozess. Wenn man ein Kompliment erhält, wird das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert und Dopamin ausgeschüttet. Durch das Dopamin werden Stimmung und Motivation gesteigert und man empfindet ein Glücksgefühl.
Für Arbeitgeber ist das eine wichtige Erkenntnis. Erhält man am Arbeitsplatz ein gutes Kompliment, zeigt sich das nicht nur in einem breiten Lächeln, sondern auch in einer höheren Produktivität. Umgekehrt gilt: Bleiben Anerkennung und Wertschätzung aus, entsteht ein Dopaminmangel. Man fühlt sich einsam und kann sogar depressive Verstimmungen entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man sich dann nach einem anderen Job umsieht, in dem man wirklich gesehen wird. Mangelnde Wertschätzung durch den Arbeitgeber wird nicht umsonst als der Hauptgrund für eine Kündigung genannt. Es gibt also allen Grund, seinen Mitarbeitern regelmäßig Komplimente zu machen.
Wie gibt man ein gutes Kompliment?
1. Wählen Sie den richtigen Moment
Manche Komplimente eignen sich für einen vertraulichen Rahmen, während es manchmal besser ist, Wertschätzung öffentlich zu zeigen. Wählen Sie den passenden Zeitpunkt also bewusst aus. Es gibt in der Regel einen Unterschied zwischen einem Kompliment für persönliche Eigenschaften oder für berufliche Leistungen.
Wissen Sie, dass jemandem es immer schwerfiel, „Nein“ zu sagen, eine Fremdsprache zu sprechen oder Entscheidungen zu treffen, und hat diese Person eine solche persönliche Hürde überwunden? Meistens möchte der Empfänger nicht, dass etwas so Intimes vor einer großen Gruppe thematisiert wird. Komplimentieren Sie ihn oder sie lieber unter vier Augen bei einer Tasse Kaffee, während eines Mitarbeitergesprächs oder bei einem gemeinsamen Spaziergang.
Hat Ihr Kollege eine großartige Leistung erbracht oder ein schönes Projekt abgeschlossen? Dann ist es durchaus angebracht, ihn oder sie öffentlich zu loben. Prüfen Sie jedoch genau, ob noch weitere Personen an dem Erfolg beteiligt waren. Wenn das der Fall ist, verdient jeder Einzelne ein Lob, wobei der Schwerpunkt auf dem persönlichen Beitrag zur Leistung liegen sollte.
2. Geben Sie ein inhaltvolles Kompliment
Ein Kompliment ist umso wertvoller, wenn Sie ganz spezifisch benennen, warum Sie mit jemandem zufrieden sind. Oberflächliche Komplimente, die man genauso gut einem beliebigen Kollegen oder dem Nachbarn machen könnte, verfehlen oft ihr Ziel.
Sorgen Sie also für ein inhaltvolles Kompliment. Ein Kompliment, das man nicht mal eben so zwischen Tür und Angel ausspricht, sondern über das man wirklich nachgedacht hat. Überlegen Sie, warum Sie mit Ihrem Mitarbeiter oder Kollegen zufrieden sind. Warum ragt genau dieser Mitarbeiter aus der Masse heraus? Welchen Mehrwert hat ein bestimmter Einsatz oder eine Charaktereigenschaft für Sie, andere Kollegen oder das Unternehmen? Sehen Sie, welche Anstrengung es den anderen gekostet hat, ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen?
Wenn ein Kompliment so sorgfältig ausgewählt und verpackt wird, empfindet der Empfänger es wirklich als Geschenk. Die positive Botschaft bleibt lange in Erinnerung und sorgt für einen ordentlichen Dopamin-Schub. Das macht einfach glücklich!
3. Ohne Gegenleistung
Möchten Sie einer Führungskraft, einem Kunden oder einem Geschäftspartner ein Kompliment machen? Dann wählen Sie Timing, Tonfall und Inhalt besonders sorgfältig. Die Wertschätzung sollte nicht wie Schmeichelei, Anbiederung oder – noch schlimmer – wie der Versuch wirken, etwas von dem anderen zu bekommen. Sobald ein Kompliment nach einem „Was habe ich davon?“ klingt, wird der andere abblocken, das Kompliment nicht mehr ernst nehmen und die Beziehung wird abkühlen.
Wählen Sie daher eine gute, logische Begründung, warum Sie eine bestimmte Leistung oder Eigenschaft des anderen positiv bewerten.
Sprechen Sie aufrichtig, in Ihren eigenen Worten und so weit wie möglich auf Augenhöhe.
4. Benennen Sie den positiven Effekt
Verknüpfen Sie das Verhalten oder die Leistung des anderen mit dem, was es konkret bewirkt hat. Zum Beispiel: Sie haben daraus gelernt, das Unternehmen hat fünf neue Kunden gewonnen, Sie haben Kollegen geholfen oder den Produktionsprozess deutlich verbessert.
Das Benennen des Effekts verleiht Ihrem Kompliment nicht nur zusätzliche Substanz (siehe Tipp 2), sondern sorgt auch für einen Lerneffekt.
De ontvanger van je compliment stond misschien eerder niet stil bij de bijzondere prestatie of unieke persoonlijke eigenschap. Nu het effect ervan duidelijk is geworden, kan hij of zij nadenken over een manier om een dergelijk positief resultaat nóg eens te bereiken, of een bepaald talent extra te benutten.
5. Boter bij de vis?
Bij het woord ‘waardering’ denken sommigen misschien ook direct aan uitbetalen in klinkende munt.
Uit het bovenstaande mag duidelijk zijn: een compliment gaat vooral om het geven van een positief gevoel bij de ander, het wéten dat inspanningen gezien en gewaardeerd worden.
De portemonnee hoeft dus echt niet direct getrokken te worden, ervan uitgaand dat de overige arbeidsvoorwaarden al goed geregeld zijn natuurlijk.
Toch kan bij een bijzondere prestatie of ingrijpende gebeurtenis een onverwachte bos bloemen, een fijne waardebon of een andere attentie (uiteraard voorzien van een mooi kaartje met persoonlijke boodschap) het werkplezier absoluut verhogen en de relatie versterken. Je hoeft er niet mee te strooien bij ieder compliment, maar het loont zeker de moeite om hier ook weer niet te terughoudend in te zijn.
Zo’n tastbaar schouderklopje is een extra bekrachtiging van je compliment.
Start ook een complimenteuze bedrijfscultuur
Natuurlijk heeft het ene bedrijf een warmere uitstraling dan de andere. Toch zijn we ervan overtuigd, dat het geven van complimenten in iedere organisatie thuishoort. We zijn immers allemaal mensen, die af en toe best een schouderklopje of een beetje dopamine kunnen gebruiken. Bedenk: een goed voorbeeld doet goed volgen. Als jij begint met het uitdelen van complimenten en het geven van persoonlijke aandacht aan je collega’s, komen er vanzelf meer schapen over de dam!
Het kan met iets kleins beginnen. Leg eens spontaan een complimentenkaartje neer op het toetsenbord van je collega (er staan talloze voorbeelden op Pinterest), haal na een zware week buffelen koffie voor het hele team of schrijf een mooie aanbeveling op het LinkedIn-profiel van iemand uit je netwerk. Heb je meer inspiratie of tips nodig? Neem gerust contact met ons op. Van dit soort vragen krijgen wij namelijk een glimlach van oor tot oor!
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