5 Tipps für eine attraktive Arbeitgebermarke
Messen Sie zuerst, wie attraktiv Sie bereits als Arbeitgeber sind, und erfahren Sie, an welchen Stellschrauben Sie drehen können.

Hand aufs Herz: Sind Sie ein attraktiver Arbeitgeber? Gehen wir noch einen Schritt weiter: Würden Sie Ihrem eigenen Kind oder Ihrem besten Freund guten Gewissens empfehlen, ebenfalls in Ihrem Unternehmen zu arbeiten? Wenn Sie bei dieser Gewissensfrage auch nur eine Sekunde zögern, ist es vielleicht an der Zeit, Ihre Arbeitgeberqualitäten auf den Prüfstand zu stellen. Messen heißt wissen! Erstellen Sie zum Beispiel eine Liste mit folgenden Punkten:
- Wie viele Bewerbungen gehen auf eine Stellenanzeige ein?
- Wie lange dauert es, bis eine Stelle mit dem richtigen Kandidaten besetzt ist?
- Wie hoch ist der Krankenstand?
- Wie hoch ist die Personalfluktuation im Unternehmen?
- Erzielen Sie gute Ergebnisse bei einer Mitarbeiterbefragung (MAB)?
Läuten bei der Antwort auf einen oder mehrere dieser Punkte die Alarmglocken? Dann ist es höchste Zeit, Ihr Employer Branding ein wenig aufzupolieren! Wir geben Ihnen ein paar Tipps an die Hand, mit denen Sie direkt loslegen können.
1. Attraktive und überraschende Arbeitsbedingungen
„Ein marktübliches Gehalt“. Es ist eine dieser abgedroschenen Phrasen in unzähligen Stellenanzeigen. Dennoch ist es wichtig zu prüfen, ob Ihre Gehaltsstrukturen tatsächlich noch mit dem übereinstimmen, was bei der Konkurrenz geboten wird. Vielleicht ist es an der Zeit für eine Gehaltserhöhung oder eine zusätzliche Indexierung.
Wenn Sie an einen Tarifvertrag gebunden sind, lässt sich vielleicht weniger im Alleingang regeln. Aber wir haben trotzdem gute Nachrichten: Sie haben immer noch genügend Möglichkeiten, positiv aufzufallen. Meist gibt es reichlich Spielraum für Kreativität bei den Nebenleistungen. Und genau hier lässt sich in Sachen Mitarbeiterzufriedenheit am meisten gewinnen!
Während man sich an ein gutes Gehalt meist sehr schnell gewöhnt, sorgen ganz andere Dinge als das reine Geld für langfristige Zufriedenheit bei den Mitarbeitern. Annehmlichkeiten wie ein leckeres Mittagessen oder Obst am Arbeitsplatz, besondere Betriebsausflüge oder wichtige Aspekte wie gut geregelter Studien- oder Pflegeurlaub, Flexibilität bei den Arbeitszeiten oder zusätzliche Urlaubstage werden von Mitarbeitern sehr geschätzt und verschaffen Ihnen bei einer Bewerbung genau den entscheidenden Vorsprung.
2. Gute Ausstattung und hoher Komfort
Jeder Mitarbeiter möchte sich bei der Arbeit wohl und sicher fühlen. Die Qualität und das Erscheinungsbild der Möbel sowie die Arbeitsmittel bestimmen maßgeblich, wie das Unternehmen als Arbeitgeber wahrgenommen wird. Und nicht zu vergessen: die Produktivität! Investieren Sie daher gezielt in die Gestaltung des Arbeitsplatzes. Setzen Sie dabei auf durchdachte Investitionen im gesamten Unternehmen, vom Chefbüro bis zur Werkshalle.
Stellen Sie allen ergonomische Möbel zur Verfügung und sorgen Sie für einen Arbeitsplatz mit der richtigen Temperatur, angenehmer Beleuchtung und ausreichend frischer Luft. Versorgen Sie die Mitarbeiter in der Produktion mit gutem und sicherem Werkzeug, das die Arbeit erleichtert. Und lassen Sie die Büroangestellten mit den richtigen Tools arbeiten: benutzerfreundliche, intuitive Systeme, die ihren Bedürfnissen entsprechen.
Warten Sie noch kurz mit dem Surfen im Webshop des erstbesten Anbieters. Wir haben noch einen wichtigen Tipp: Fragen Sie zuerst Ihre Mitarbeiter, was sie genau benötigen! Wahrscheinlich wissen sie besser als Sie selbst, was in der Praxis wirklich funktioniert. Schauen Sie sich die Ergebnisse Ihrer Mitarbeiterbefragung an, beziehen Sie den Betriebsrat ein und gründen Sie eine Arbeitsgruppe mit einer Vertretung der jeweiligen Zielgruppe.
3. Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter ernst
Die Zeiten, in denen Mitarbeiter als reines Produktionsmittel gesehen wurden, liegen glücklicherweise hinter uns. Menschen sind selbstbewusster geworden, wissen meist sehr gut, wie sie eigene Entscheidungen treffen oder wo sie sich Wissen aneignen können. Dennoch sind längst nicht alle Unternehmen darauf ausgerichtet. Starre Stellenbeschreibungen, wenig Mitspracherecht oder ein Mangel an persönlicher Aufmerksamkeit: Das kann alles zu Spannungen führen und schadet Ihrem Employer Branding.
Ein paar kurze Tipps, um Ihre Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen:
- Bieten Sie ausreichend Gestaltungsspielraum, damit jeder seine eigenen Talente und Erfahrungen einbringen kann.
- Fragen Sie regelmäßig nach Feedback. Das muss nicht viel Zeit kosten. Es geht auch online, sodass Sie jeden schnell erreichen und die Rückmeldungen einfach auswerten können. Wenn Sie Tipps für die richtigen Online-Fragen benötigen, lesen Sie einen unserer Blogs zu diesem Thema.
- Plan ein paar Mal pro Jahr ein Mitarbeitergespräch mit jedem Teammitglied ein. Nicht als Pflichtübung, sondern als Qualitytime. Setzen Sie sich bei einer guten Tasse Kaffee (oder Tee) zusammen, hören Sie zu und vergessen Sie nicht, einen persönlichen Entwicklungsplan (PEP) zu erstellen, um eine solide Basis für die nächsten Schritte zu legen.
4. Raum für Wachstum (oder zum Entschleunigen)
Versuchen Sie, so flexibel wie möglich auf die Entwicklungsbedürfnisse Ihrer Mitarbeiter einzugehen. Das bedeutet nicht, dass Sie jedem Mitarbeiter ununterbrochen anspruchsvolle Kurse und Schulungen aufdrängen müssen. Manchmal erfordert eine Lebensphase einfach einen anderen Fokus. Jemand, der pflegebedürftige Angehörige betreut, junge Eltern oder jemand, der gerade nach einer längeren Krankheit zurückkehrt, hat andere Bedürfnisse als jemand, der voll durchstarten will. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Zielgruppe keine Unterstützung bei neuen Kenntnissen und Impulsen benötigt.
Durch den Aufbau einer breit gefächerten Lernplattform, die neben Fachwissen auch Wohlbefinden und Spaß bietet, halten Sie alle bei der Stange. Ergänzen Sie anspruchsvolle theoretische Fachinhalte durch Vitalitätsrezepte, Yoga-Übungen oder ein unterhaltsames Pub-Quiz, damit es sich angenehm und vertraut anfühlt, dort regelmäßig vorbeizuschauen. Wenn jemand bereit ist, sich wieder einem ernsten Thema zu widmen, ist dieser Schritt nur einen Mausklick entfernt.
Karrieretigern bieten Sie natürlich so viel Raum wie möglich, um zu wachsen. Das bedeutet ein gutes, herausforderndes Kursangebot, das idealerweise hybrid gestaltet ist. Selbstverständlich werden Stellenanzeigen zuerst intern ausgeschrieben, damit Mitarbeiter die Chance ergreifen können, wenn sie sich bietet. Gibt es kaum interne Aufstiegsmöglichkeiten? Überlegen Sie, wie Sie eine Stelle durch ein breiteres Aufgabenspektrum oder Jobrotation interessanter gestalten können. Sind Sie auch da am Ende Ihrer Möglichkeiten für Ihr Talent? Zeigen Sie sich als Arbeitgeber sportlich und wohlwollend als Brückenbauer zur nächsten Chance in einem anderen Unternehmen.
5. Verbindung als Stimmungsmacher
Eine Unternehmenskultur steht und fällt mit den Mitarbeitern. Sie sind die Botschafter Ihres Unternehmens und tragen ihre Erfahrungen nach außen. Sorgen Sie daher dafür, dass sich Kollegen kennenlernen, Ideen austauschen und zusammenarbeiten können. Laden Sie sie zudem ein, auch mit dem Management in Kontakt zu bleiben. Hier sind einige Ideen, wie Sie dies fördern können:
- Richten Sie vor Ort ausreichend Begegnungszonen ein, die flexibel für gegenseitige Absprachen oder gesellige Treffen genutzt werden können.
- Laden Sie Mitarbeiter aktiv dazu ein, an einer Arbeits- oder Projektgruppe teilzunehmen.
- Sorgen Sie für Chat-Möglichkeiten in Ihrem Intranet oder auf Ihrer Wissensplattform.
Benötigen Sie weitere Ideen zur Förderung der Zusammenarbeit? Klicken Sie sich gerne durch einen unserer anderen Blogs zu diesem Thema.
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