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December 29, 2022

So machen Sie Ihr Unternehmen nachhaltiger

Die drei Säulen Mensch, Umwelt und Gewinn als praktischer Rahmen, um Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen zu gestalten.

Hitze, extreme Regenfälle, Dürre: Die beunruhigenden Folgen des Klimawandels sind unübersehbar. Die Warnsignale haben sicher auch Ihre Mitarbeiter erreicht. Aber: Etwas zu wissen, bedeutet noch lange nicht, dass man sein Verhalten auch tatsächlich an dieses Wissen anpasst.

Als Arbeitgeber fühlen Sie sich vielleicht mitverantwortlich für diese Notsituation. Denn um dem Planeten zu helfen, müssen nicht nur Einzelpersonen umweltbewusster leben: Auch Unternehmen müssen nachhaltiger werden. Vielleicht merken Sie bereits, dass immer mehr Kunden kritisch nach der Nachhaltigkeit Ihres Unternehmens fragen. Wahrscheinlich haben Sie daher aus ethischen oder wirtschaftlichen Gründen bereits einige nachhaltige Innovationen umgesetzt.

Was ist nachhaltiges Wirtschaften?

Nachhaltiges Wirtschaften, umweltfreundliches Unternehmertum oder gesellschaftliche Verantwortung: Im Kern geht es darum, dass Sie als Unternehmer, Organisation oder Betrieb die Erde respektieren und intakt lassen.

Dies erreichen Sie, indem Sie auf richtige und ausgewogene Weise in drei wichtige Säulen investieren:

  • People – Ihre Mitarbeiter
  • Planet – umweltbezogene Probleme
  • Profit – der Gewinn

Wenn Sie dafür sorgen, dass diese drei Säulen im Gleichgewicht sind, können Sie auch langfristig nachhaltig wirtschaften. Es geht nicht nur darum, dass der Planet nicht unter dem Gewinnstreben Ihrer Organisation leidet. Es bedeutet beispielsweise auch, dass Sie umweltbewusst produzieren und gleichzeitig sicherstellen, dass Ihre Mitarbeiter keine schädlichen Folgen davontragen und zudem Ihr Gewinn stabil bleibt. Balance ist der Schlüssel!

Warum wollen Sie nachhaltig wirtschaften?

Es gibt verschiedene Gründe, sich für nachhaltiges Wirtschaften zu entscheiden. Natürlich ist es gut für die Erde, aber es kann auch einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden Ihres Unternehmens und Ihrer Mitarbeiter haben. Erstens kann umweltfreundlicheres Arbeiten dazu beitragen, Ihre Kunden zu binden. So zeigen verschiedene Studien, dass es Verbrauchern immer wichtiger wird, ihr Geld für Produkte oder Dienstleistungen von Unternehmen auszugeben, die sich auf Nachhaltigkeit konzentrieren. So wechseln immer mehr Menschen zu einer nachhaltigeren Bank, wie etwa der ASN.

Ein weiterer, vielleicht überraschenderer Grund, für Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz zu sorgen, ist, dass es Ihre Mitarbeiter glücklicher machen kann! So zeigt Forschung, dass nachhaltiges Verhalten insbesondere zum „eudaimonischen Wohlbefinden“ beiträgt. Das ist das Gefühl, das man bekommt, wenn man „gute Dinge im Leben tut“. Man fühlt sich als moralisch besserer Mensch, weil man sich für einen guten Zweck einsetzt. Die Arbeit in einer nachhaltigen Organisation sorgt dafür, dass Mitarbeiter mehr Glück und Sinn in ihrer Arbeit erfahren. Ein zusätzlicher, nicht unwichtiger Vorteil: Ein glücklicher Mitarbeiter ist auch produktiver!

„Setze dein Herz darauf, Gutes zu tun. Tue es immer und immer wieder, und du wirst mit Freude erfüllt sein. Ein Narr ist glücklich, bis sich sein Unfug gegen ihn wendet. Und ein guter Mensch mag leiden, bis seine Güte erblüht.“ – Buddha

Wie bringen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, am Arbeitsplatz tatsächlich die richtigen nachhaltigen Entscheidungen zu treffen? Wir helfen Ihnen mit einigen praktischen Tipps und Beispielen auf die Sprünge.

5 Beispiele für Maßnahmen, um Ihr Unternehmen nachhaltiger zu gestalten

  1. Machen Sie umweltbewusstes Arbeiten zum Thema

Natürlich haben Ihre Mitarbeiter nicht hinter dem Mond gelebt. Sie haben zweifellos etwas von der Klimaproblematik mitbekommen. Aber manchmal ist es schwierig, den Umschwung zu einer Änderung der Arbeitsweise oder Denkweise zu vollziehen. Man weiß nicht genau, wie oder warum man das tun sollte.

Sorgen Sie daher dafür, dass umweltbewusstes Arbeiten zum Gesprächsthema an der Kaffeemaschine wird. Kommunizieren Sie klar, warum es notwendig ist, bestimmte nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Erzählen Sie, was es bringt – in Bezug auf Kosteneinsparungen, das Klima, die Gesundheit und, nicht zuletzt, die Wettbewerbsposition auf dem Markt.

Lassen Sie das Thema Nachhaltigkeit regelmäßig in Newslettern und im Intranet aufgreifen. Gestalten Sie die Kommunikation als echten Dialog.

Ein schönes Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften ist es, einen Wettbewerb für den Kollegen mit den besten Nachhaltigkeitstipps auszuschreiben. Richten Sie eine Chatbox ein, in der die Leute ihre Fragen zu Umwelt und Nachhaltigkeit stellen können.

  1. Umweltfreundlicheres Arbeiten geschieht nicht über Nacht

Die Umstellung auf Nachhaltigkeit muss nicht zwingend groß und mitreißend inszeniert werden. Wenn Sie sie in kleinere, überschaubare Projekte aufteilen, nehmen Sie die Menschen leichter bei einer Veränderung mit. Außerdem ist ein schrittweises Vorgehen auch finanziell besser zu stemmen.

Einige Beispiele für umweltbewusste „Quick Wins“, die Sie prüfen könnten:

  • Wie nachhaltig ist die Kaffeemarke, die Sie verwenden?
  • Bieten Sie Restabfälle Ihrer Produktionslinie zur Wiederverwendung an anderer Stelle an.
  • Läuft ein Firmenwagen aus dem Vertrag? Ersetzen Sie ihn durch ein Elektrofahrzeug!
  • Ersetzen Sie alle Papierkörbe durch Behälter zur Mülltrennung.
  • Verwenden Sie nur noch umweltfreundliche Reinigungsmittel.
  1. Geben Sie ein gutes Beispiel für nachhaltiges Verhalten

Wir können vieles zu Papier bringen und von unseren Mitarbeitern verlangen. All diese guten Absichten sind schnell verpufft, wenn sich das Management nicht an die Normen und Werte hält. Unterschätzen Sie die Vorbildfunktion der Führungsebene nicht.

Schulen Sie daher nicht nur Ihre Mitarbeiter zu nachhaltigerem Verhalten. Machen Sie selbst auch das Licht aus, wenn Sie nicht im Büro sind (oder installieren Sie automatische Sensoren!), trennen Sie Ihren Müll und nehmen Sie öfter das Fahrrad. Steht eine Geschäftsreise an? Buchen Sie nicht automatisch ein Flugticket, sondern prüfen Sie, ob eine Reise mit Bahn oder Auto machbar ist.

Ja, vielleicht müssen manchmal weniger attraktive Entscheidungen getroffen werden. Aber Sie bekommen auch etwas dafür zurück! 
  1. Machen Sie Nachhaltigkeit zur Norm.

Früher waren Vegetarier und Veganer die Ausnahme. Das scheint sich im Alltag immer mehr zu verschieben. Das ist nicht verwunderlich, denn abgesehen von einem größeren Umweltbewusstsein gibt es auch immer mehr Alternativen zu kaufen, für die kein Tier zum Einsatz kommt. Am Arbeitsplatz bleiben wir allerdings oft noch beim üblichen Krokettenbrötchen und der Suppe mit Fleischbällchen hängen. Wie ist das in Ihrem Unternehmen? 

Prüfen Sie die Speisekarte im Betriebsrestaurant doch einmal kritisch auf Nachhaltigkeit. Bieten Sie mehr Optionen ohne Fisch und Fleisch an und wählen Sie Bioprodukte. Organisieren Sie ein Essen? Dann entscheiden Sie sich standardmäßig für ein vegetarisches oder veganes Menü. Wenn jemand unbedingt Fleisch oder Fisch essen möchte, muss das ausdrücklich angegeben werden. So wird Nachhaltigkeit auch im geschäftlichen Verpflegungsbereich zur Norm.

Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie dafür sorgen, dass Ihre Mitarbeiter mithilfe von Internal Branding Ihre Unternehmensvision nach außen tragen.

  1. Kaufen Sie gesellschaftlich verantwortlich ein – und erklären Sie, warum

Gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften bedeutet nachhaltiger Einkauf. Das heißt, dass Sie nicht nur auf den Preis der Produkte oder Dienstleistungen achten, sondern auch die Auswirkungen des Einkaufs auf die Umwelt und soziale Aspekte berücksichtigen. Durch zirkulären Einkauf wird der Einsatz von Rohstoffen minimiert, Materialien und Produkte werden wiederverwendet und seltener ersetzt. Wenn Sie den Einkauf nach dieser Vision gestalten, können Sie als Unternehmen eine beträchtliche Wirkung auf Umwelt und Gesellschaft haben.

Fragen Sie Lieferanten und Dienstleister ausdrücklich nach der Herkunft ihrer Produkte und Dienstleistungen. Vielleicht ist schon alles in Ordnung, und wenn nicht, haben sie womöglich nachhaltigere Alternativen, die Sie noch nicht kannten. Wenn Sie auf ein sehr komplexes Feld stoßen, kann es klug sein, Wissen und Kräfte zu bündeln.

Schließen Sie sich einer sogenannten Buyergroup an: einer Gruppe von Unternehmern, die gemeinsam Möglichkeiten erforscht und mit Lieferanten interessante Preisvereinbarungen treffen kann.

Der Einsatz von Produktions- oder Reinigungsmaterialien, die weniger schädliche Rohstoffe enthalten, ist ein guter Schritt. Aber auch ein Umzug oder Umbau ist ein guter Moment, um nachhaltig zu handeln. Erfassen Sie, welche Möbel, vielleicht mit einer kleinen Anpassung, noch eine Weile gute Dienste leisten können. Möchten Sie ein komplettes Restyling? Dann entscheiden Sie sich für einen Anbieter von Refurbished-Möbeln.

Der Einsatz anderer Produkte oder Dienstleister kann bei Mitarbeitern Fragen aufwerfen. Manchmal sind sie es jahrelang gewohnt, mit bestimmten Menschen, Marken oder Materialien zu arbeiten, und wir sind nun einmal Gewohnheitstiere. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter daher rechtzeitig in die Entscheidung ein und unterstützen Sie sie bei der Einführung der Veränderung. Nicht nur, indem Sie erklären, warum bestimmte Entscheidungen getroffen wurden. Bieten Sie auch klare, kundenorientierte Anleitungen an, damit die gewählten Mittel auch richtig eingesetzt werden. 

Was Sie auch tun: Zu nachhaltigem Wirtschaften gehört Wissensaustausch! 

Untersuchungen zeigen, dass Schulung und Wissensvermittlung die beste Garantie für eine dauerhafte Verhaltensänderung sind.

Das bedeutet: Welche Schritte Sie auch bei der nachhaltigen Ausrichtung Ihres Unternehmens unternehmen, es muss regelmäßig und klar darüber kommuniziert werden. Machen Sie es nicht zu schwer, kompliziert oder langweilig. Mit einem Pubquiz, einem interessanten Video oder einem regelmäßigen Pop-up erreichen Sie mehr. 

Möchten Sie dazu Tipps? Das trifft sich gut, denn wir sind Experten für Wissensvermittlung und smarte Kommunikation! Nehmen Sie daher Kontakt mit uns auf!

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