Universal Design for Learning (UDL) und Ihr E-Learning
Erklärung der drei UDL-Prinzipien, mit denen Sie E-Learning für unterschiedlichste Lernende zugänglicher machen.

Was ist Universal Design for Learning (UDL)?
Beginnen wir mit der Frage: Was ist UDL?
UDL ist ein inklusiver Rahmen für die Gestaltung von Lernerfahrungen, die für Lernende mit unterschiedlichen Hintergründen, Interessen, Fähigkeiten und Talenten geeignet sind.
Wenn die UDL-Prinzipien bereits bei der Entwicklung eines E-Learnings berücksichtigt werden, verringert dies die Notwendigkeit, nachträglich Anpassungen vornehmen zu müssen – etwa wenn Menschen mit Behinderungen sonst nicht am E-Learning teilnehmen könnten.
E-Learning-Entwickler können die UDL-Prinzipien nutzen, um die Informationsdarstellung zugänglicher und ansprechender zu gestalten, das Engagement der Lernenden zu steigern und inklusive Evaluierungen und Prüfungen zu entwickeln.
Lesen Sie hier zunächst die Grundlagen zur Erstellung eines Online-Kurses.
Die 3 UDL-Prinzipien
- Repräsentation – bieten Sie Lernmaterial auf verschiedene Weise an
Dieses UDL-Prinzip ermutigt E-Learning-Entwickler dazu, Informationen in verschiedenen Formaten zu präsentieren, beispielsweise durch Text, Bilder, Videos, Audio oder praktische Aktivitäten. Zudem wird berücksichtigt, dass Lernende möglicherweise unterstützende Technologien und Geräte benötigen, um auf diese Inhalte zuzugreifen, wie etwa Screenreader, Spracherkennungsprogramme oder Untertitel.
Es ist wichtig, Informationen in mehreren Formaten bereitzustellen, da sich die Art und Weise, wie Lernende die präsentierten Konzepte wahrnehmen und verstehen, unterscheidet. Um den Lernbedürfnissen von Lernenden mit Lernschwierigkeiten, sensorischen Einschränkungen oder kulturellen und sprachlichen Unterschieden gerecht zu werden, ist ein „One-Size-Fits-All“-Ansatz keine gute Wahl.
Es gibt zudem schlichtweg Lernende, die bestimmte Informationen über auditive oder visuelle Medien besser verstehen als über gedruckten Text. Mehrfache Repräsentationen eines Konzepts, auch duale Kodierung genannt, erleichtern das Lernen, indem sie Zusammenhänge innerhalb einzelner Konzepte sowie zwischen verschiedenen Konzepten verdeutlichen.
Ich höre Sie schon denken: Woher weiß man, welche Präferenz jemand hat? Das können Sie den Lernenden einfach fragen. Anschließend lassen Sie das E-Learning sich automatisch auf Basis der gegebenen Antwort anpassen. Um dies zu erreichen, benötigen Sie eine digitale Lernumgebung, die es ermöglicht, personalisierte Lernpfade einzurichten – wie Pluvo!
- Handlung und Ausdruck – lassen Sie Lernende ihr Wissen auf verschiedene Weise demonstrieren
Dieses Prinzip ermutigt E-Learning-Entwickler dazu, es ihren Lernenden zu ermöglichen, auf unterschiedliche Weise zu zeigen, was sie gelernt haben. Manche Lernende ziehen es vielleicht vor, ihr Wissen durch schriftliche Texte, visuelle oder mündliche Präsentationen oder ein Gruppenprojekt zu demonstrieren.
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- Engagement – ermutigen Sie jeden zum Lernen
Dieses UDL-Prinzip ermutigt E-Learning-Entwickler dazu, verschiedene Methoden einzusetzen, um Lernende zu motivieren. Abhängig von Kultur, Neurologie, persönlicher Relevanz und Vorwissen kann ein Lernender auf unterschiedliche Weise zum Lernen motiviert werden. So sind Lernende mit Legasthenie in der Regel in der Lage, Konzepte schneller zu verstehen, wenn sie direkt damit üben können, anstatt nur darüber zu lesen. Diese Lernenden sind möglicherweise motivierter, wenn die Konzepte durch Aktivitäten vermittelt werden, die kinästhetische Fähigkeiten einbeziehen, wie etwa Rollenspiele.
Eine einzige Form des Engagements ist nicht für alle Lernenden in jedem Kontext geeignet. Manche Lernende arbeiten lieber allein, andere in der Gruppe. Manche lernen zu Hause im stillen Kämmerlein mit lauter Musik, andere im Ruheabteil des Zuges auf dem Weg zur Arbeit. Manche können nicht sehen, andere nicht hören, und so weiter.
Warum sollten Sie sich für ein universelles Design entscheiden?
Wenn Sie Ihr E-Learning nach den Prinzipien des UDL entwickeln, zeigen Sie, dass Sie Inklusivität und Barrierefreiheit ernst nehmen. Zudem macht es viel mehr Spaß, eine Gruppe begeisterter Lernender zu begleiten als eine, die sich zu Tode langweilt. Mit UDL gestalten Sie Ihr E-Learning zudem nachhaltig: Sie setzen es von Anfang an richtig auf und vermeiden so spätere Anpassungen, etwa weil Sie vergessen haben, Untertitel zu Ihren Videos hinzuzufügen.
Unsere Kollegin Kimberley (die diesen und viele weitere Blogs für Pluvo geschrieben hat) ist Expertin auf dem Gebiet des Universal Design for Learning. Folgen Sie ihr in den sozialen Medien unter @kimberleyvantol oder schreiben Sie uns eine Nachricht im Chat – wir stellen gerne den Kontakt für Sie her!
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